Betriebsmessnetz

Das im Juli 2020 in Kraft getretene Biodiversitätsstärkungsgesetz hat sich unter anderen zum Ziel gesetzt, die chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln um 40 bis 50 Prozent zu reduzieren. Die Maßnahmen umfassen die Landwirtschaft, Forst, Haus- und Kleingarten sowie öffentliche Grünflächen. Um den Einsatz der Pflanzenschutzmittel messen und bewerten zu können wird ein sogenanntes Betriebsmessnetz aufgebaut.

Rübenspritzung Bild Wetzler 3-06

Der BLHV erhebt gemeinsam mit dem Agrardienst Baden im Auftrag des MLR die Daten und bittet seine Mitglieder herzlich um Unterstützung. Ziel dieses Betriebsmessnetz ist, aussagekräftige Daten über die Anwendung von Pflanzenschutzmittel (PSM) für bestimmte Kulturarten zu erheben.

Teilnehmende Betriebsleiter geben einmalig einen Betriebsspiegel und pro Jahr und Kultur eine Übersicht über die eingesetzten Pflanzenschutzmittel an. Die Daten müssen rückwirkend bis 2016 erfasst werden. Für beides stellt der Agrardienst Formulare zur Verfügung, die die Aufzeichnung erleichtern. 

Folgende Anforderungen an die Erhebungsbetriebe gestellt:

  • Durchführung des Pflanzenschutzes nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis
  • Lückenlose Dokumentation der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Die Betriebe dürfen kein Mitglied im Demobetriebsnetz zur Pflanzenschutzmittelreduktion sowie kein ökologisch wirtschaftender Betrieb sein.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) weist ausdrücklich darauf hin, dass keine einzelbetriebliche Auswertung erfolgt. Der Agrardienst Baden wird die Daten erheben und anonymisiert an das LTZ, der Pflanzenschutzanstalt des Landes, weiterleiten.

Für das Verbreitungsgebiet des BLHV werden vor allem Maisbetriebe gesucht. Außerdem die Kulturen Winterweizen, Wintergerste, Sommergerste, Winterraps und Körnerleguminosen.

Gerne schicken wir Ihnen Teilnahmeerklärung, Betriebsspiegel und Erhebungsbogen zu und erläutern Ihnen, wie es geht. Über Ihre Anmeldung zur Teilnahme freuen wir uns sehr.

Welche Kulturarten werden erfasst?

Mais, Winterweizen, Sommergerste, Winterraps, Zuckerrübe, Speisekartoffeln und Körnerleguminosen.

Welche Betriebe können teilnehmen?

  • alle konventionell wirtschaftenden Haupt- oder Nebenerwerbsbetriebe

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Durchführung des Pflanzenschutzes nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis
  • Lückenlose Dokumentation der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Die Betriebe dürfen kein Mitglied im Demobetriebsnetz zur Pflanzenschutzmittelreduktion sein.

Wie erfolgt die Datenerhebung?

  • Die Datenerhebung erfolgt über Excel-Tabellen
  • Einmalig erfasst wird ein einfacher Betriebsspiegel
  • Die Datensätze werden anonymisiert. Somit ist keine Rückverfolgung auf die Betriebe möglich
  • Es erfolgt keine einzelbetriebliche Auswertung

Welche Daten werden zu den PSM erhoben?

  • diese werden jährlich erhoben
  • jede einzelne PSM-Anwendung muss dokumentiert werden
  • Datum der Anwendung und die Indikation
  • Vollständiger Name des PSM sowie die ausgebrachte Aufwandmenge
  • Die Mittelwerte von 2016 bis 2019 ergeben den Ist-Zustand
  • Anschließend erfolgt die jährliche Neuerhebung bis 2030
  • Aus den gewonnenen Daten sollen Aussagen über die PSM-Reduktion abgeleitet werden

Erhält der teilnehmende Landwirt eine Aufwandsentschädigung?

  • Ja, für jeden verwertbaren Datensatz pro Kultur und Jahr wird eine Aufwandsentschädigung
    ausgezahlt
  • Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der jährlichen Erhebung

Die Übermittlung der Teilnahmeerklärung und der Erhebungsdaten erfolgt an: info [at] agrardienst-baden.de (), Tel. 0761 27133-830

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Unterstehend finden Sie alle Informationen für Mitglieder zum jeweilig ausgewählten Angebot:

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