Nährstoffvergleich

erforderlich bis Wirtschaftsjahr 18/19

Für das Wirtschaftsjahr 20/21 wird eine Dokumentation zum schlagbezogenen betrieblichen Nährstoffeinsatz gefordert.

Seit 01. Juli 2017 wird die neue Düngeverordnung verbindlich umgesetzt.

Eine wichtige Neuerung ist, dass manche Betriebe keinen Nährstoffvergleich, sondern eine Stoffstrombilanz erstellen müssen. Eine Entscheidungshilfe, mit der die Betriebe ermitteln können, ob sie eine Stoffstrombilanz machen müssen ist nachstehend per Download bereit gestellt. Bei Unsicherheit empfehlen wir, dass Sie sich bei Ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt erkundigen.

Den Nährstoffvergleich können Sie wie gewohnt weiterhin von uns berechnen lassen. Damit wir die Berechnung machen können, brauchen wir jedoch eine Vollmacht, die der jeweilige Betrieb online erteilen muss. Die Anleitung hierzu sowie die weiteren erforderlichen Unterlagen sind ebenfalls per Download erhältlich.

Wer muss einen Nährstoffvergleich erstellen?

Seit 2005 die Gewährung von EU-Direktzahlungen an die Einhaltung von Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit sowie Tiergesundheit und Tierschutz (Cross Compliance) geknüpft.

Jeder Landwirt muss daher damit rechnen, dass neben einer Vor-Ort-Prüfung des Betriebes unter anderem auch Aufzeichnungen nach den Vorgaben der Düngeverordnung kontrolliert werden. Wer die Pflichten vernachlässigt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch den Verlust von Fördergeldern

Betriebsinhaber haben jährlich einen betrieblichen Nährstoffvergleich für Stickstoff und für Phosphat für das abgelaufene Düngejahr als Flächenbilanz oder aggregierte Schlagbilanz auf der Grundlage von Nährstoffvergleichen für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit zu erstellen und zu einem jährlich fortgeschriebenen mehrjährigen Nährstoffvergleich zusammenzufassen.

Von der Vergleichspflicht befreit sind folgende Betriebe und Flächen:

  • Flächen mit Zierpflanzen, Baumschul-, Rebschul- und Baumobstflächen sowie nicht im Ertrag stehende Wein- und Obstbauflächen
  • Flächen mit ausschließlicher Weidehaltung und Anfall von tierischen Wirtschaftsdüngern bis max. 100 kg N/ha und Jahr und keine zusätzliche N-Düngung
  • Betriebe, die auf keinem Schlag mehr als 50 kg Gesamt-N oder 30 kg Phosphat ausbringen
  • Betriebe, die abzüglich der Flächen unter 1. und 2. weniger als 15 ha Landfläche bewirtschaften, die max. 2 ha Gemüse, Hopfen oder Erdbeeren anbauen und bei welchen nicht mehr als 750 kg N aus tierischen Wirtschaftsdüngern anfallen

Berechnen lassen über den Agrardienst

Wir bieten allen BLHV-Mitgliedern die Möglichkeit, sich den jährlichen betrieblichen Nährstoffvergleich berechnen zu lassen. Auch die erforderliche Lagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und die Einschätzung bezüglich der maximal zulässigen Stickstoff-Ausbringmenge aus Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft wird in der Berechnung aufgeführt. Jeder Berechnung liegen weitere Unterlagen wie z.B. NID-Berichte und Merkblätter bei, die jeder Betrieb bei einer Kontrolle vorlegen können muss. Die NID Berichte  finden Sie auch im  im Archiv der LTZ Augustenberg.
 
Wenn Sie uns beauftragen möchten, müssen Sie uns ONLINE eine Vollmacht erteilen. Hierbei helfen wir Ihnen gerne ebenfalls. Danach brauchen Sie lediglich Ihre betrieblichen Daten in den Erhebungsbogen einzutragen und den Auftrag auszufüllen. Anhand Ihrer Angaben berechnen wir den Nährstoffvergleich für das entsprechende Kalender- oder Wirtschaftsjahr. Liegen uns die Angaben zu den Vorjahren vor, wird der Mehrjährige Nährstoffvergleich mit berechnet.

Kosten:

Servicepauschale: 40 € / 50 €*. Alle Preise zzgl. Mehrwertsteuer

*Preise für Nichtmitglieder

Mehrjähriger Nährstoffvergleich

Die Düngeverordnung schreibt zusätzlich zur Erstellung des jährlichen Nährstoffvergleichs eine Bewertung der dabei errechneten Nährstoff-Jahresüberschüsse je Hektar über mehrere Jahre in einem Mehrjährigen Nährstoffvergleich vor.

Für Stickstoff ist der Dreijahres-Durchschnitt aus den Überschüssen des Düngejahres sowie der beiden Vorjahre zu ermitteln, für Phosphat der Sechsjahres-Durchschnitt aus dem Düngejahr und den fünf Vorjahren. Die Düngeverordnung legt die Höhe der tolerierbaren Überschüsse fest, die mit den Jahren abgestuft ist.

Tolerierbare betriebliche Überschüsse ab 2018:

für Stickstoff 50 kg N/ha - im Durchschnitt von 3 Düngejahren (bisher 60 kg N/ha)
für Phosphat 10 kg P2O5/ha - im Durchschnitt von 6 Düngejahren (bisher 20 kg N/ha)

Bei Überschreiten der tolerierbaren betrieblichen Überschüsse sollen Landwirte eine Beratung in Anspruch nehmen.

Ihre Ansprechpartnerin beim Agrardienst:

Diana Rein

Landwirtschaftliche Dienstleistungen

Telefon +49 761 27133-831 / E-Mail: diana.rein [at] agrardienst-baden.de

Bürozeiten Frau Rein: Donnerstags und Freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr

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