Nährstoffvergleich

Der Nährstoffvergleich muss jährlich bis spätestens 31.03. des Folgejahres für das abgelaufene Düngejahr erstellt werden. Seit 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft. Die Umsetzung der neuen Düngeverordnung bringt für Betriebe und auch für uns vom Agrardienst einige Änderungen mit sich.

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Änderungen ab 2017

Seit 01. Juli 2017 wird die neue Düngeverordnung verbindlich umgesetzt.

Eine wichtige Neuerung ist, dass manche Betriebe keinen Nährstoffvergleich, sondern eine Stoffstrombilanz erstellen müssen. Eine Entscheidungshilfe, mit der die Betriebe ermitteln können, ob sie eine Stoffstrombilanz machen müssen ist im Mitgliederbereich per Download bereit gestellt. Bei Unsicherheit empfehlen wir, dass Sie sich bei Ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt erkundigen.

Den Nährstoffvergleich können Sie wie gewohnt weiterhin von uns berechnen lassen. Damit wir die Berechnung machen können, brauchen wir jedoch eine Vollmacht, die der jeweilige Betrieb online erteilen muss. Die Anleitung hierzu sowie die weiteren erforderlichen Unterlagen sind ebenfalls im Mitgliederbereich per Download erhältlich.

Wer muss einen Nährstoffvergleich erstellen?

Seit 2005 die Gewährung von EU-Direktzahlungen an die Einhaltung von Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit sowie Tiergesundheit und Tierschutz (Cross Compliance) geknüpft.

Jeder Landwirt muss daher damit rechnen, dass neben einer Vor-Ort-Prüfung des Betriebes unter anderem auch Aufzeichnungen nach den Vorgaben der Düngeverordnung kontrolliert werden. Wer die Pflichten vernachlässigt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch den Verlust von Fördergeldern

Betriebsinhaber haben jährlich einen betrieblichen Nährstoffvergleich für Stickstoff und für Phosphat für das abgelaufene Düngejahr als Flächenbilanz oder aggregierte Schlagbilanz auf der Grundlage von Nährstoffvergleichen für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit zu erstellen und zu einem jährlich fortgeschriebenen mehrjährigen Nährstoffvergleich zusammenzufassen.

Von der Vergleichspflicht befreit sind folgende Betriebe und Flächen:

  • Flächen mit Zierpflanzen, Baumschul-, Rebschul- und Baumobstflächen sowie nicht im Ertrag stehende Wein- und Obstbauflächen
  • Flächen mit ausschließlicher Weidehaltung und Anfall von tierischen Wirtschaftsdüngern bis max. 100 kg N/ha und Jahr und keine zusätzliche N-Düngung
  • Betriebe, die auf keinem Schlag mehr als 50 kg Gesamt-N oder 30 kg Phosphat ausbringen
  • Betriebe, die abzüglich der Flächen unter 1. und 2. weniger als 10 ha Landfläche bewirtschaften, die max. 1 ha Gemüse, Hopfen oder Erdbeeren anbauen und bei welchen nicht mehr als 500 kg N aus tierischen Wirtschaftsdüngern anfallen

Weitere Informationen stehen Ihnen im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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